Denkanstöße

09/17 Bloß keine Sonne, die macht Falten und Hautkrebs! Wirklich?

Das Sonnenlicht enthält auch ultra­violette Strahlen (UV), die nach ihrer Wellen­länge in UVA und UVB eingeteilt werden. UVA-Strahlen werden für das Altern der Haut (A wie Altern) verantwortlich gemacht, während UVB-Strahlen für Sonnen­brand (B wie SonnenBrand), aber auch für die Synthese des wichtigen D-Vitamins sorgen. In Solarien sind hauptsächlich UVA-Strahlen zu finden, die zwar bräunen, aber keinen Sonnen­schutz in der Haut aufbauen. Deshalb ist es nicht sinnvoll, sich vor dem Urlaub im Solarium vorzubräunen.

Besonders die UVB-Strahlen werden mit Haut­krebs in Verbindung gebracht. Deshalb enthält auch die normale Tages­creme schon LSF 15, 20 oder noch mehr. Ab Faktor 8 werden keine UVB-Strahlen mehr durchgelassen. Was würden Ihre Zimmer­pflanzen sagen, wenn Sie die für einige Wochen in den Keller stellen, um sie vor der Sonne zu schützen?

Inzwischen haben in Deutsch­land ca. 80 Prozent der Menschen einen Vitamin D-Mangel, weil ihre Haut zu wenig UVB-Strahlen abbekommt. Im Zusammen­hang damit stehen folgende Krank­heiten: Häufige Infekte, schlechte Wund­heilung, chronische Müdig­keit und Erschöpfung, Rücken­schmerzen bis hin zu Fibromyalgie, schlechte Stimmung bis hin zu Depressionen, chronische Krank­heiten wie Diabetes, Asthma, Parodontitis und Zahn­fleischentzündung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, hoher Cholesterin­spiegel, Arterio­sklerose, Demenz, Krebs, Multiple Sklerose, Knochen­schwund/Osteo­porose, Autismus und ADHS. (Quelle: www.zentrum-der-gesundheit.de)

Wollen Sie wirklich etwas davon haben? Also, gehen Sie schon im zeitigen Früh­jahr für 5-10 Minuten täglich ohne Sonnen­creme in die Sonne. Dann wird Vitamin D aufgebaut. Außerdem baut Ihre Haut den eigenen
Licht­schutz auf, der Ihre Sonnen­creme mit Faktor 40 locker ersetzen kann. Wenn Ihr Arzt einen Vitamin D-Mangel feststellt, nehmen Sie ruhig eine entsprechende Nahrungs­ergänzung ein.

Und was ist mit Haut­krebs? Ja, mit der Sonne ist es wie mit dem Essen. Es ist notwendig, aber zu viel schadet.


08/17 Salz ist ungesund, oder?

Salz ist ungesund, wird immer wieder gesagt. Aber wie kann Salz ungesund sein, wenn im salzigen Meerwasser Pflanzen und Tiere leben? Und Fisch und Algen werden für die gesunde menschliche Ernährung empfohlen. Vielleicht ist für den Menschen nur das Salz ungesund, was wir unter dem Namen „Kochsalz“ kennen. Das ist chemisch reines Natriumchlorid, vielleicht angereichert mit Fluor und Jod. Das ist raffiniertes Salz. Und schon das Wort „raffiniert“ sollte uns zur Obacht mahnen, so wie wir auch bei raffinierten Menschen vorsichtig sind.

Meersalz, oder auch Steinsalz, also das Salz eines ausgetrockneten Meeres, enthält alle Mineralien, die der Mensch braucht, und zwar in einem ausgewogenen Verhältnis. Viehsalz, das schon in Urzeiten den wilden Pferden, Kühen und Ziegen angeboten wurde, enthält alle diese wünschenswerten Mineralien. Und lockte diese späteren Haustiere immer wieder in die Nähe der menschlichen Ansiedlungen. Angeblich soll Viehsalz für Menschen schlecht sein.
Wem glauben Sie, den Tieren mit Ihrem gesunden Instinkt oder der raffinierten Lebensmittelindustrie? Entscheiden Sie selbst.


07/17 Hilft Süßstoff beim Abnehmen? – Jein!

Hilft Süßstoff beim Abnehmen? Schon vor 100 Jahren mischte man den Ferkeln Saccharin ins Futter, damit sie mehr fraßen, was sie auch taten. Als Begründung gibt man an, dass man ihnen auf diese Weise den Übergang von der süßen Muttermilch auf das eher bittere Kraftfutter erleichtern wollte. Süßstoff (auch Stevia, ein natürliches kalorienfreies Süßungsmittel) enthält keinen Zucker, regt somit nicht die Insulinproduktion an. Das heißt, der vermehrte Appetit hat nichts mit dem Insulin zu tun.

Erst neuere Studien zeigen, dass die kalorienfreie Süße einen bislang unbekannten Prozess im Gehirn anregt, der zu vermehrter Nahrungsaufnahme führt. Das Belohnungszentrum im Gehirn verbindet „Süß“ mit dem Energiegehalt der Nahrung. Wenn aber der Energiegehalt unter dem erwarteten liegt, steigt der Appetit, und wir essen mehr. Und noch etwas: Mit der Zeit verliert das Gehirn das richtige Gefühl für den echten Zucker. Er scheint noch noch süßer zu sein, was das Belohnungszentrum im Gehirn noch stärker anspricht. Das motiviert uns, insgesamt mehr zu essen.

Was die Ferkel bereits vor 100 Jahren wussten, sollten Sie auch wissen. Kalorienleere Zuckerstoffe führen zu mehr Appetit. Also essen Sie lieber echt süß, wenn Sie es süß mögen, aber wie bei allem: Auf die Dosis kommt es an.


06/17 Jeder kriegt Alzheimer, er muss nur alt genug werden.
Das ist kein Schicksal, man kann sehr wohl vorbeugend etwas dagegen tun. (Und man sollte Altersdemenz nicht mit der Alzheimer-Demenz verwechseln.)

  1. Genügend schlafen, weil sich im Schlaf auch die Gehirnzellen regenerieren, 8 Stunden sollten angestrebt werden, der Mittagsschlaf zählt auch mit dazu.
  2. Genügend trinken, damit das Gehirn nicht austrocknet. 1,5 bis 2 Liter pro Tag, davon möglichst viel Wasser, weil alles andere erst gefiltert werden muss, bevor der Körper es verwerten kann.
  3. Gesunde Ernährung, wenig tierisches Eiweiß, auch wenig Milch und Milchprodukte, wenig Zucker und Weißmehl, viel Gemüse und Obst, gesunde Fette.
  4. Soziale Kontakte, echte Beziehungen zur Familie, zu Freunden und Nachbarn; Kreuzworträtsel oder „Wer wird Millionär“ reichen nicht als Training des Geistes.
  5. Bewegung !!! Ohne Bewegung werden auch die Gehirnzellen nicht gut versorgt und bauen ab.

(Quelle: Michael Nehls, Die Alzheimer-Lüge, Heine 2017)

Bevor Sie aber panische Angst vor Pflegebedürftigkeit bekommen, sollten Sie zur Kenntnis nehmen, dass nur jeder 10. der über Fünfundsechzigjährigen pflegebedürftig ist, allerdings 60 % der über Neunzigjährigen. Also stehen die Chancen ganz gut, gesund und fit zu sterben.


05/17 Die Urmenschen wurden im Durchschnitt nur 35 Jahre alt!

Denkanstoß: Die Urmenschen wurden im Durchschnitt nur 35 Jahre alt! Aber heißt das, dass ab 36 das Leben zu Ende war?
Die Säuglingssterblichkeit bei den Urmenschen war sicher hoch. Das heißt, dass für jedes Kind, das vor Vollenedung des ersten Lebensjahres
gestorben ist, ein anderer Mensch 70 Jahre alt geworden ist und der Durchschnitt ist immer noch 35 Jahre.
Hätten wir heute keine bessere Hygiene als die Urmenschen, keine bessere Medizin, keine Apparate, keine Impfungen und keine besseren
Medikamente, dann wäre unsere durchschnittliche Lebenserwartung sicher nicht höher als in der Urzeit.
Mit Zahlen, die aus dem Zusammenhang gerissen sind, kann man leicht eine Sache als wahr oder falsch darstellen, so wie man es gerade braucht. Und
je öfter eine Behauptung wiederholt wird, umso wahrer scheint sie zu werden. Zweifel sind angebracht.


04/17 Zähneputzen vor oder nach dem Frühstück?

Denkanstoß: Zähneputzen vor oder nach dem Frühstück? Was ist besser? Vor dem Frühstück, und nach dem Frühstück den Mund nur ausspülen.
Über Nacht scheidet der Körper über die Mundschleimhaut Abfälle aus. Deshalb auch morgens der pappige Geschmack im Mund. Wer fastet, bei dem
ist die Ausscheidung so verstärkt, so dass die Zunge dunkelbraun sein kann. Manche Zahnbürsten haben auf der Rückseite eine raue Fläche, mit
der man die Beläge von der Zunge schaben kann. Also, was man einmal ausgeschieden hat, muss man nicht erneut hinterschlucken.
Nach dem Frühstück reicht ein Ausspülen, da die Zähne ja sauber sind. Bitte nicht bürsten, weil der Zahnschmelz durch (Frucht-) Säuren
aufgelockert ist und die Zahnbürste ihn abtragen könnte.


03/17 Was hat Fastnacht mit Fasten zu tun?

Am Aschermittwoch ist alles vorbei! Die närrische und ausgelassene Fastnachtszeit ist zu Ende. Dann beginnt die sechswöchige
Fastenzeit bis Ostern. Fasten ist nicht Hungern. Fasten ist freiwilliger Verzicht. Vielleicht muss man nicht wie Jesus komplett auf Nahrung
verzichten, es reicht auch, einige Gewohnheiten zu überdenken und neu zu bewerten. Vor allem kann man sich in der Zeit der Enthaltsamkeit des
Besonderen bewusst werden, was unser Leben ausmacht. Was wir als selbstverständlich hinnehmen, ist oft nicht selbstverständlich. Seien
wir dankbar dafür, was wir haben.

Die evangelische Kirche hat die diesjährige vorösterliche Fastenzeit unter das Motto „6 Wochen ohne – Sofort“ gestellt. Nicht alles muss
sofort geschehen, nicht auf alles muss sofort reagiert werden. Übereilte und unüberlegte Entscheidungen sind oftmals nicht die besten. Erkennen
wir, dass selbstbestimmtes Leben nicht von außen bestimmt wird. Für diese Erkenntnis ist die Fastenzeit der richtige Moment.


02/17 Mit 50 hat jeder das Gesicht, das er verdient (George Orwell)

Es gibt Leute, die scheinbar immer gute Laune haben. Machen Sie sich doch Ihre gute Laune selbst. Lächeln Sie morgens einfach 2-3 Minuten Ihr
Spiegelbild an. Ihr Gehirn registriert: „Der da vor dem Spiegel ist ja wirklich gut drauf – ach, das bin ja ich! Ich habe gute Laune!“ Und
schon geht der Gute-Laune-Kreislauf los: Die Kassiererin im Supermarkt macht eine nette Bemerkung, wildfremde Leute lächeln zurück, die
Kollegen freuen sich über Ihre gute Stimmung. Das Schöne daran ist, dass man durch Lächeln die aufstrebenden Gesichtsmuskeln aktiviert, die die
Konturen des Gesichtes heben. Vergessen Sie Anti-Falten-Cremes! Ein griesgrämiges Gesicht ist nie schön, selbst wenn es faltenfrei ist.
Verdienen Sie sich Ihr Gesicht!


01/17 Warum verwelken gute Vorsätze so schnell?

Wir nehmen uns zu viel auf einmal vor, was wir gar nicht schaffen können. Oder wir wollen es nicht wirklich, mit ganzem Willen. Bevor Sie
das nächste Mal resigniert aufgeben, weil Ihr Vorsatz nicht verwirklicht wurde, beginnen Sie noch einmal von vorn. Und nicht nur der 1. Januar
ist ein gutes Startdatum, jeder andere Tag im Jahr ist genauso gut.

Überlegen Sie sich, was Sie genau erreichen wollen. Was würde sein, wenn Sie Ihr Ziel nicht erreichen? Würde das Sie stark belasten? Wie wollen
Sie Ihr Ziel erreichen? Holen Sie sich Unterstützung. Was wollen Sie als Ersatz für lästige Gewohnheiten nehmen?

Und das Wichtigste: Fangen Sie damit an! Machen Sie sich einen Plan, von dem Sie 4 Wochen lang unter keinen Umständen abweichen. (Was sind schon
4 Wochen innerhalb eines Jahres?) Haken Sie auf einem Zettel jeden Tag ab, an dem Sie Ihrem Vorsatz treu geblieben sind. Lassen Sie keine
Ausnahmen zu. Schreiben Sie auch auf den Zettel, was Ihnen schwer gefallen ist. Und verzeichnen Sie Ihre Erfolge. Dieser Zettel hilft
Ihnen besonders dann, wenn Ihr innerer Schweinehund wieder mal stärker sein will als Sie.

Sie werden sehen, nach 4 Wochen eiserner Disziplin ist die neue Handlungsweise fast schon Routine geworden und Sie müssen nur noch dran
bleiben. Und seien Sie stolz darauf, was Sie bisher erreicht haben.

Apropos Schweinehund. Der beißt nicht, er ist ein Kuscheltier, das nur kuscheln will. Glauben Sie nicht, dass es sich nach einer Runde im Park
viel besser kuschelt als mit schlechtem Gewissen?


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„ Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später Zeit für seine Krankheit haben müssen.“